Regelleistung

Die Regelleistung deckt den laufenden und einmaligen Bedarf für Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie (ohne Heizung und Warmwasser), die Bedürfnisse des täglichen Lebens sowie in vertretbarem Umfang auch für den Bedarf an Beziehungen zur Umwelt und die Teilnahme am kulturellen Leben.

Diese Regelsätze gelten ab 01. Januar 2017:

Alleinstehend/Alleinerziehend 409 Euro Regelbedarfsstufe 1
Erwachsene nicht-erwerbsfährige /
Behinderte (z.B. Wohngemeinschaften)
409 Euro Regelbedarfsstufe 1
Paare je Partner / Bedarfsgemeinschaften 368 Euro Regelbedarfsstufe 2
Erwachsene Behinderte in stationären Einrichtungen
(bis Ende 2019)
327 Euro Regelbedarfsstufe 3
nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahre
im Haushalt der Eltern
327 Euro Regelbedarfsstufe 3
Jugendliche vom 15. bis Vollendung des 18. Lebensjahres 311 Euro Regelbedarfsstufe 4
Kinder vom 7. bis Vollendung des 14. Lebensjahres 291 Euro Regelbedarfsstufe 5
Kinder bis Vollendung des 6. Lebensjahres 236 Euro Regelbedarfsstufe 6

Die Regelleistungen können in voller Höhe oder auch anteilig als Sachleistungen (Gutscheine) erbracht werden, wenn die Zweckbestimmung der Leistungen nicht oder mit größter Wahrscheinlichkeit nicht erreicht wird.

Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn mit unwirtschaftlichem Verhalten Hilfebedürftigkeit verursacht wird. Unwirtschaftliches Verhalten liegt dann vor, wenn die erbrachten Leistungen nicht gleichmäßig in dem Monat, für den sie gedacht sind, verbraucht werden oder die Lebensführung des Leistungsempfängers nicht der Höhe der ihm gewährten Leistungen angemessen ist.

Mehrbedarf
Für einen gesetzlich festgelegten Personenkreis kann neben der Regelleistung Anspruch auf so genannten Mehrbedarf bestehen. Davon umfasst sind z.B. werdende Mütter ab der 13. Schwangerschaftswoche, Alleinerziehende von Minderjährigen, ein Teil der behinderten Menschen und Personen, die aus medizinischen Gründen kostenaufwändigere Ernährung benötigen. Auch kann die Bereitung des Warmwassers einen Mehrbedarf auslösen. Dies ist dann der Fall, wenn das Warmwasser durch Boiler oder Durchlauferhitzer in der Wohnung bereitet wird.

Sozialgeld
Sozialgeld steht nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zu, die mit einem Erwerbsfähigen in einer Bedarfsgemeinschaft leben und ein Anspruch auf Sozialhilfe nicht besteht.
Auch Bezieher von Renten wegen teilweiser oder vorübergehend voller Erwerbsminderung sind unter Umständen anspruchsberechtigt.
Ausgeschlossen sind Personen, die Renten wegen voller Erwerbsminderung auf Dauer beziehen oder die das 65. Lebensjahr vollendet haben.
Inhaltlich umfasst das Sozialgeld Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts, Leistungen für Mehrbedarfe beim Lebensunterhalt, Leistungen für Unterkunft und Heizung, sowie Gewährung eines Darlehns bei Vorliegen eines unabwendbaren Bedarfs (siehe Sonderbedarf).