Leistungen für Unterkunft und Heizung

Kosten der Unterkunft und Heizkosten werden, soweit sie angemessen sind, in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen und an Sie ausbezahlt. Zu den Kosten der Unterkunft zählen insbesondere

  • die zu zahlende Miete
  • anfallende Nebenkosten
  • Kosten der Heizung und für Warmwasser

Sie sind verpflichtet, diese Leistungen nur zweckentsprechend zu verwenden. Wenn nicht sicher ist, dass Sie das Geld auch entsprechend verwenden, können die Leistungen auf eigenen Wunsch oder durch das JobCenter aufgrund rechtlicher Bestimmungen auch direkt an den Vermieter oder an einen anderen Empfangsberechtigten geleistet werden.

Vor Bewilligung wird nach Maßgabe der individuellen Verhältnisse und der geltenden Richtwerte eine Überprüfung der Angemessenheit dieser Kosten vorgenommen. Sollten die tatsächlichen Wohnkosten nicht angemessen sein, sind Sie verpflichtet diese Kosten zu senken, ggf. auch durch einen Umzug in eine kleinere bzw. günstigere Unterkunft. Sollten Sie die Kosten nicht durch einen Umzug senken, werden nach einer angemessenen Frist nur noch die angemessenen Kosten Unterkunft durch die Stadt Coburg übernommen.

Neben diesen Grundsicherungsleistungen besteht kein Anspruch auf Wohngeld!

Die aktuellen Richtlinien zu den Kosten der Unterkunft für die Stadt Coburg entnehmen Sie bitte folgendem Link >>> Richtlinien KdU.

Wohnungswechsel
Bevor Sie einen Vertrag über eine neue Unterkunft abschließen, ist es notwendig vom zukünftigen örtlich zuständigen Träger eine Einverständniserklärung für die künftigen Aufwendungen einzuholen.

Auszug bei den Eltern
Bei Umzug aus dem elterlichen Haushalt sind zusätzliche Besonderheiten zu beachten: Eine Kostenübernahme für Miete und Heizkosten für die neue Unterkunft wird für Unverheiratete ohne eigenes Kind vor Vollendung des 25. Lebensjahres nur für den Fall übernommen, dass vor dem Umzug eine entsprechende Kostenzusage seitens der Behörde eingeholt worden ist.

Diese Zusage wird grundsätzlich nur in besonders gelagerten Ausnahmefällen erteilt, z.B. wenn nachweislich schwerwiegende soziale Gründe gegen das Verbleiben in der elterlichen Wohnung sprechen oder der Umzug zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt geboten erscheint.

Eine vorherige Kostenzusage ist nur für den Fall entbehrlich, dass Ihnen die Einholung aus einem wichtigen Grund nicht zumutbar war.

Ohne Kostenzusage werden zukünftig keine Kosten der Unterkunft in Ihrer Berechnung berücksichtigt.

Sonderbedarf (Darlehen)
Anspruch auf Sonderbedarf kann gegeben sein, wenn und soweit in besonderen Lebenslagen ein unvorhersehbarer und unabweisbarer Bedarf entsteht und Ihr Lebensunterhalt gefährdet ist. In solchen besonderen Notsituationen kann eine Sachleistung (Anschaffungswert) oder Geldleistung als Darlehen gewährt werden.

Das Darlehen wird durch monatliche Aufrechnung in Höhe von maximal 10% mit der zu zahlenden monatlichen Gesamtregelleistung (aller Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft) getilgt.

Für Eigenheimbesitzer, die ihr Haus oder ihre Wohnung tatsächlich auch selbst bewohnen, werden die nachgewiesenen Hauslasten (z.B. Grundsteuer, Straßenreinigung, Brandversicherung, Wassergeld, Kanalgebühren usw.) sowie Darlehenszinsen (in keinem Fall aber Tilgungsleistungen) bis zu den Höchstbeträgen der Leistungen für die Unterkunft bei Mietwohnungen übernommen.

Sie sind zukünftig verpflichtet, die Abrechnung Ihrer Heizkosten innerhalb von drei Wochen nach Erhalt dem Jobcenter vorzulegen. Die Abrechnung kann die Nebenkostenabrechnung Ihres Vermieters oder die Jahresverbrauchsabrechnung Ihres Energieversorgers sein. Wenn Sie Ihre Heizmaterialien selbst beschaffen, können Sie ab September für die Heizperiode von Oktober bis April des Folgejahres eine Heizungshilfe beantragen.