Aktuelles

Am 01.01.2019 tritt das Teilhabechancengesetz (THCG) in Kraft. Es beschreibt ein neues Regelinstrument im Sozialgesetzbuch II (§16i SGB II) und erweitert ein bereits bestehendes (§16e SGB II).

 

Eingliederung von Langzeitarbeitslosen nach §16e SGB II:

 

Wer wird gefördert?

 

  • Personen, die mindestens zwei arbeitslos gemeldet sind.

 

Was wird gefördert?

 

  • Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vor allem auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, bei kommunalen Unternehmen und bei Trägern, auch in Teilzeit.

 

  • Lohnkostenzuschüsse für die Dauer von zwei Jahren. Der Zuschuss beträgt im ersten Jahr des Arbeitsverhältnisses 75 Prozent und im zweiten Jahr 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts.

 

  • Übernahme von Kosten für eine beschäftigungsbegleitende Betreuung (Coaching), zur Unterstützung der Integration der Beschäftigten in den Arbeitsalltag im Unternehmen Bei Bedarf kann auch der Arbeitgeber unterstützt werden.

 

  • Ganz oder teilweise Übernahme von Weiterbildungskosten, wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer eine Weiterbildung während der Beschäftigung absolviert.

 Flyer §16e SGBII

 

 

 Teilhabe am Arbeitsmarkt nach §16i SGB II:

 

Wer wird gefördert?

 

  • erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLB) ab 25 Jahre, die seit 6 oder mehr Jahren Grundsicherungsleistungen beziehen und in diesem Zeitraum nicht oder nur sehr kurz erwerbstätig waren.

 

  • (Allein-)Erziehende oder Schwerbehinderte eLB ab 25 Jahren, die seit 5 oder mehr Jahren Grundsicherungsleistungen beziehen und in diesem Zeitraum nicht oder nur sehr kurz erwerbstätig waren.

 

Was wird gefördert?

 

  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, bei kommunalen Unternehmen und bei Trägern, auch in Teilzeit.

 

  • Lohnkostenzuschüsse für bis zu fünf Jahre: In den ersten beiden Jahren des Arbeitsverhältnisses beträgt der Zuschuss 100 Prozent, im dritten Jahr des Arbeitsverhältnisses 90 Prozent, im vierten Jahr des Arbeitsverhältnisses 80 Prozent, im fünften Jahr des Arbeitsverhältnisses 70 Prozent.

 

  • Der Lohnkostenzuschuss bemisst sich für tarifgebundene und tariforientierte Arbeitgeber sowie für Arbeitgeber, die nach kirchlichen Arbeitsrechts-regelungen entlohnen, nach dem gezahlten Arbeitsentgelt – für andere Arbeitgeber nach dem gesetzlichen Mindestlohn.

 

  • Auch Weiterbildungskosten während des Arbeitsverhältnisses in Höhe von bis zu 3.000 Euro können übernommen werden.

 

  • Übernommen werden außerdem die Kosten einer beschäftigungs-begleitenden Betreuung (Coaching) für die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer. Bei Bedarf kann auch der Arbeitgeber unterstützt werden.

Flyer §16i SGBII